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Weser-Ems Körung
Moorwegs Pico, strahlender Siegerhengst
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| Text und Fotos: Eberhard Holin | ||
Vechta: Am 14. November hatte das Pferdestammbuch Weser-Ems zur diesjährigen Hauptkörung der Pony- und Kleinpferdehengste ins Oldenburger Pferdezentrum nach Vechta geladen. Einen Tag später fand dort auch vor vollem Haus die Jubiläumsveranstaltung zum 60-jährigen Bestehen des Pferdestammbuchs statt. Zur Körung wurden 56 Hengste aus 9 Rassen vorgestellt (Mini-Shetty 5, Original Shetty 6, 1 Deutsches Classic-Pony, Welsh 10 (As 4, Bs 6), Fjord 3, Haflinger 2, Pinto 1, Veredler 1, Deutsches Reitpony 27). Ein DR-Hengst wurde während der Veranstaltung zurückgezogen. Insgesamt wurden 29 Hengste gekört (29/55, rd. 52%).
Welsh-AVon den vier vorgestellten Welsh-A-Hengsten wurden drei gekört. "Der Schimmelhengst war sich seiner Ausnahmestellung durchaus bewusst. Allein durch seine Erscheinung, ausgedrückt durch Selbstbewusstsein, Ausstrahlung, Rasse- und Geschlechtstyp, war er von besonderer Klasse. Dieser fügte er noch eine ganz besondere Bewegungsqualität hinzu. Im Trab war er nicht zu überbieten, dieses kraftvolle Auftreten mit dem energischen Hinterbein und der gezeigten Schulterfreiheit grenzte schon ans Maximum, aber auch im Galopp und vor allem im Schritt, oft nicht so unbedingt die Stärke dieser Rasse, konnte er noch zusätzlich punkten. Seine Mutter St.Pr.A. Leybuchts Antje, selbst 2002 Siegerstute auf der Elitestutenschau und Reservesiegerin der Bundesstutenschau in Warendorf 2005, brachte bereits den gekörten Vollbruder Moorwegs Prinz," so die Zuchtleiterin im Anschluss an die Körveranstaltung.
Gekört wurde auch Burgfordes Casanova (v. Brynseion Cadivor-Springbourne Glide, Z. Sonja Onken, Westerstede, Bes. Carsten Dirks, Wiesmoor), ebenfalls Leybuchts Stalypso (v. Brynrodyn Llewelyn Ap Sion-Bolster Goya, Bes. ZG Siemers, Leybuchtpolder). Die Zuchtleiterin nannte die drei gekörten Hengste „absolute Spitzenhengste“. Welsh-BBei den Welsh-Bs stellten sich sechs Hengste der Kommission. Vier erhielten das Urteil gekört. Es wurde deutlich, dass mit steigendem Stockmaß bei dieser Sektion der Pony-Typ verloren geht. Siegerhengst wurde ein Sohn des Charivari x Butterfly-Tetworth Crimson Lake, Züchter Egon Moennig, Berne, Besitzer August Ellers, Emstek.
Von den Mini-Shetlands wurden vier Hengste gekört. Die Schärpe des Siegerhengstes erhielt der dunkelbraune Adonis E (Aber Hallo E x Go for Gold E-Brilliant von Soestblick), Züchter Kurt Ebke, Spenge, Besitzer Frank Kuenneke, Everswinkel. „...In seiner Ausstrahlung, seinem Oberkörper sowie im Schritt und im von einem aktiven Hinterbein erzeugten Trab war er nicht zu schlagen,“ Kommentar der Zuchtleiterin.
Von den Original-Shetlands erhielten ebenfalls vier Hengste das Urteil gekört. Schneltens Nimrod (Norman v..d. Brouwery x Louise v. Geldersoord-Chicago van het Woudal) wurde Siegerhengst. Außerdem wurden zwei Fjordhengste, ein Haflinger, ein Pinto und ein Veredlerhengst gekört. Reitponys zahlenmäßig stärkste GruppeDas größte Kontingent stellten mit 27 Hengsten die Deutschen Reitponys. Nur 9 erhielten das Prädikat gekört (rd. 33 %). Nicht wenige Zuschauer bezeichneten die Qualität einiger vorgestellter Deutscher Reitponys und Welsh-Bs als enttäuschend. Die Körkommission (Fr. Timmermann, E. Wichmann, R. Kramer, M. Oellrich-Overesch, Zuchtleiterin) machte den von Hilkens Black Delight WE, Siegerhengst des Jahres 2005, abstammenden Rapphengst Big Light zum Siegerhengst bei den Reitponys. Seine Mutter ist Maibritt-Neckar.
„Dieser Hengst gefällt vor allem durch seine Bewegungsqualität. Vom ersten Trabtritt an winkelt er lehrbuchartig sein Hinterbein, beispielhaft dabei die Bergauftendenz. Er wird groß in der Bewegung, die Übersetzung durch den Körper zum Vorderbein kann nicht besser sein. Immer im Takt und im Gleichgewicht in allen drei Grundgangarten zeigte er auch ein sehr ansprechendes Freispringen. Im Typ verkörpert er das moderne Reitpony,“ so die Zuchtleiterin in einem Gespräch im Anschluss an die Körung. Züchter des Hengstes ist Karl-Heinz Bruns, Westerstede, und Besitzerin Dr. Tanja Becker, Vechta. Erster Reservesieger wurde der dunkelbraune Casanova (Cyriac WE x Chansonette-Colano), Züchterin Emma Ellers, Emstek, Besitzer Maurice Tebbel, Emsbüren. Der Hengst wird demnächst der Zucht als Vererber auf der Station Holkenbrink, Münster, zur Verfügung stehen. Zweiter Reservesieger wurde ein Dunkelfuchs von Cedrik (Welsh-B) x Waltraud-Courage (Welsh-B), Züchter Otto Hoerstmann, Lastrup, Besitzer Dirka Vaske, Halen. Weitere Infos auf www.pferdestammbuch.com
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