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Erneut hat die PSG-Lähden von sich reden gemacht. Vom 29.Mai–01.Juni hatte die „PferdeSportGemeinschaft“ zu ihrem weit über die niedersächsischen Landesgrenzen hinaus bekannten international ausgeschriebenen Fahrevent eingeladen. Für die Pferde-Vierspänner wurde diese Veranstaltung als erste Sichtung für die Teilnahme an den diesjährigen Weltmeisterschaften in Holland gewertet. Im Vorfeld der nationalen deutschen Meisterschaften bildete dieses Turnier für die Pony-Zwei- und Vierspänner und die Pferde-Zweispänner eine willkommene Gelegenheit, sich mit den Konkurrenten zu messen und das eigene Potenzial unter Wettbewerbsbedingungen zu testen.

27 Gespanne waren aus dem Ausland gekommen, u.a. Gert Schrijvers (NED)
Zu den Einzelprüfungen der jeweiligen Kombinierten Prüfungen waren 44 Pferde-Vierspänner gekommen, davon 27 aus dem Ausland, außerdem 28 Pferde-Zweispänner, 24 Pony-Zwei- und 16 Pony-Vierspänner. Im Starterfeld der Pferde-Vierspänner befanden sich nicht nur Aktive aus den europäischen Anrainerstaaten. Gespanne aus Ungarn, Italien und Schweden fuhren in ihren Landesfarben, dazu starteten drei Vertreter für die holländischen Antillen und ein deutscher Fahrer für Argentinien. Unübersehbar begegneten den zahlreichen Besuchern denn auch internationales Flair, angefangen von den Mitgliedern der jeweiligen nationalen Begleitmannschaften, die sich in regen Gesprächen den Zuschauern stellten, bis hin zu den in langer Reihe aufgezogenen großen farbigen Nationalflaggen, die in leichter Brise flatternd den Turnierplatz umsäumten.

Geländespezialist Georg von Stein aus Ba-Wü

Rudolf Huber, bekannter Zweispännerfahrer LV Hannover/Bremen
Das Highlight der Veranstaltung war ohne Zweifel die Geländefahrt der Pferde-Vierspänner. Von Hindernis zu Hindernis setzten sich Massen von Fahrsportenthusiasten in Bewegung, um ihre Favoriten auf ihrer Fahrt durch die Hindernisse lautstark zu begleiten. Lokalmatador Christoph Sandmann kam als bester deutscher Fahrer gegen die starke Konkurrenz aus dem Ausland und die Mitglieder des deutschen Championats- und Perspektivkaders in der Endabrechnung der Kombi (Dressur 7. Pl., Gelände 5. Pl., Hindernisf. 15.Pl.) auf den dritten Platz, hinter Daniel Würgler/Schweiz und Koos de Konde/Holland. Ludwig Weinmayr und Michael Brauchle folgten auf den weiteren Plätzen.

Abel Unmüssig/Ba-Wü, Sieger der Kombi Pony-Vierspänner, 2. Pl. Gelände
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| Karl-Heinz Wanstraht / Weser-Ems mit Welsh-B-Ponys, 2. Pl. Gelände, 5. Pl. Kombi |
Auch während der Marathonfahrt der Pony-Vierspänner waren starke Zuschauerkontingente zwischen den Hindernissen unterwegs, um ihre Idole stimmgewaltig zu unterstützen. Bei den beiden Westfalen Tobias Bücker vom RFV Emsdetten und Martin Thiemann vom RV „St. Georg“ Saerbeck betrug die Differenz in der Endabrechnung der Kombi wieder nur 0.76 Punkte. Hinter dem Altmeister Abel Unmüssig (Haflinger) kam Tobias Bücker (Welsh-B-Ponys) auf den zweiten Platz (Dressur 3. Pl., Gelände 6. Pl., Hindernisf. 6. Pl.). Martin Thiemann (Deutsche Reitponys) freute sich über den Sieg im Marathon (Dressur 6. Pl., Hindernisf. 10. Pl.). In dieser Prüfung verwies er den Geländespezialisten Karl-Heinz Wanstraht (Welsh-Ponys im Besitz von Wolfgang Berning, Castrop-Rauxel) auf den zweiten Platz (5. Pl. in der Kombi). Der Gewinner der Bronze-Medaille bei den Pony-Weltmeisterschaften 2007 in Dänemark, Thomas Köppen/Hessen (Fjordpferde), konnte in diesem Starterfeld in der Kombi den sechsten Platz erringen, 1. Reserve. Trotz seines Sieges in der Dressur erzielte Dr. Dirk Timmermann mit seinen zwei Welsh-Cobs und zwei Haflingern in der Endabrechnung „nur“ Platz sieben, 2. Reserve.
Siehe auch PferdeAnzeiger Ausg. Juli 2008, S.104-106

Tinne Bax (BEL) mit ihren Welsh-Mountain-Ponys

Florian Wißdorf bekannter Pony-Vierspännerfahrer/Rheinland

Daniel Coenen, inzwischen neuer NRW-Meister bei den Pony-Vierspännern