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Mit einer Rekordbeteiligung von 16 Nationen, über 80 Gespannen in den internationalen Fahrwettbewerben und rund 400 Spring-, Dressurreitern und Voltigierern bei den Westfälischen Meisterschaften bot Riesenbeck International 2007 an vier Turniertagen die komplette Bandbreite des Pferdesports.

Bei den nationalen Pony-Vierspänner-Prüfungen waren nur acht Gespanne angetreten, im Jahre 2006 waren 19 Vierspänner gekommen. Der Grund für die diesjährige Abstinenz lag wahrscheinlich in der knappen Aufeinanderfolge der gut frequentierten Fahrturniere in Emsdetten, Kutenhausen, Greven (Deutsche Meisterschaften) und in den nur drei Tage nach Riesenbeck in Dänemark beginnenden Weltmeisterschaften für die Ponyfahrer.

Die ersten drei Plätze waren bereits nach Dressur und Gelände nahezu vergeben, weil die Abstände zum Viertplatzierten schon zu groß waren. Den Gesamtsieg sicherte sich mit einer fehlerfreien Fahrt durch den Hindernis-Parcours Abel Unmüßig (St. Märgen) mit seinen Haflingern. Mit drei Fehlerpunkten platzierte sich Karl-Heinz Wanstrath (Fürstenau) mit Welsh-B-Ponys auf Rang zwei gefolgt von Martin Thiemann (Saerbeck), der sich 9,84 Fehlerpunkte im Hindernisfahren leisten konnte. Den vierten Platz erzielte Dieter Höfs mit seinen Welsh-B-Ponys (Weil der Stadt).


Abel Unmüßig/Ba-Wü, Sieger der Kombi-S


Karl-Heinz Wanstraht/Weser-Ems, Sieger im Marathon, 2. Platz in der Kombi


Martin Thiemann/Westfalen, 2. Pl. im Marathon, 3.Pl. in der Kombi

Ergebnisse der Kombi-Prüfung Kl.S:

1.  Abel Unmüssig Ges. 134,75 P. (1.Pl. Dressur, 4.Pl.Gelände, 0,00 Hindernisfahren)

2.  Wanstraht Karl-Heinz Ges. 139,32 P. (3.Pl.Dressur, 1.Pl.Gelände, 3,00 Hind.)

3.  Thiemann Martin Ges. 147,10 P. (2.Pl.Dressur, 2.Pl.Gelände, 9,84 Hind.)

4.  Höfs Dieter Ges. 149,45 P. (6.Pl.Dressur, 3.Pl.Gelände, 0,00 Hind.)

5.  Kiefer Edwin Ges.177,99 (5.Pl.Dressur, 6.Pl.Gelände, 9,55 P. Hind.)

6.  Wissdorf Florian, 7.Pl.Rietzler Herbert, 8.Pl.Coenen Daniel

Im Internationalen Deutschen Fahrderby war nach dem Karriere-Ende von Michael Freund, dem Sieger der Jahre 2003, 2005 und 2006, der Weg frei für neue Namen. Dabei spielten die deutschen Fahrer diesmal im Endklassement nur eine untergeordnete Rolle. Der neue Derbysieger kommt aus Schweden und heißt Fredrik Persson. Die Ränge zwei und drei belegten der Ungar Jozsef Dobrovitz vor dem Australier Boyd Exell, der in der Marathonfahrt trotz eines Umsturzes seines Kutsche in der Wertung geblieben war, weil der Vorfall außerhalb eines Hindernisses passiert war.

Der Franzose Benjamin Aillaud, Sieger der 15,5 Kilometer langen Marathonfahrt, dem eigentlichen Herzstück des Derbys, wurde am Ende Vierter und hatte sich ebenso wie der Zweitplatzierte des Geländes, Ludwig Weinmayr aus Fischbachau (Endplatzierung Fünfter) ein noch besseres Endergebnis durch eine mäßige Dressurleistung verbaut. Ein anderes Bild bot die ebenfalls international besetzte Zweispännerkonkurrenz, die zugleich zweite Sichtung für die WM im polnischen Warka war: Hier präsentierten sich die Schützlinge von Bundestrainer Eckard Meyer in blendender Form. Allen voran Sebastian Warneck (Dabendorf), Seriensieger von Riesenbeck (2003, 2004, 2005), der die kombinierte Wertung und damit nach der ersten auch die zweite WM-Sichtung für sich entscheiden konnte. Den deutschen Triumph komplettierten Klaus Tebbe (Neuenkirchen) und Rudolf Huber (Stuhr) auf den Rängen zwei und drei.


Dieter Höfs/Ba-Wü, 3. Pl. im Marathon, 4. Pl. in der Kombi


Sebastian Warneck, Sieger der Zweispänner Kombi S


Fredrik Persson, SWE

Ausländische Dominanz im Deutschen Fahrderby

Riesenbeck International 2007

Karl-Heinz Wanstraht
Martin Thiemann