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Mit heißer Nadel gestrickt?Text u. Fotos von Eberhard Holin
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Fall I |
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Auf der HP der IG Welsh findet sich seit dem 21.August 2007 folgender Eintrag: |
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| „Drei Weltmeisterschaften für die vielseitigen Welsh! Die Weltmeisterschaften für Ponyfahrsport fanden vom 19. – 22. Juli 2007 in Dänemark statt. Das Gut Dorthealyst in Mørkøv – des ehemaligen Geburtsxortes der Kladruber-Rasse – wurde dafür von Frau Marianne Seidenfaden zur Verfügung gestellt. Sie ist Welsh-Pony- und -Cob-Züchterin, internationale Welsh-Richterin (Belgien, Groenendaal), Pony-Fahrerin und frühere Vorsitzende der Dänischen Welsh Pony und Cob Society...“ | |||
Zweite VeröffentlichungDiese Information ist auch als wortgleicher Bericht in Welsh aktuell zu lesen, Ausg. Sept. 2007, 12. Jhg., S. 52. Dritte VeröffentlichungUnter dem Emblem u. der postalischen Anschrift der IG Welsh findet sich dieser Text außerdem als Pressemitteilung der IG Welsh in der ersten Ausgabe der neuen Zeitschrift „Reitpony.info“ aus der Kretzschmar Verlagsgesellschaft mbH, Münster, Ausg. Dez./Jan. 2007/2008, S.29. Der ursprüngliche Text hat in dieser Drucklegung eine leichte Änderung erfahren. Hier heißt es jetzt unmissverständlich deutlich: „Das Gut Dorthealyst in Mørkøv - der Geburtsort der Kladruber-Rasse - ...“
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| Dazu einige Klarstellungen: | |||
FazitDie Kladruber stammen aus Tschechien, sie sind eine „tschechische“ und keine „dänische“ Pferderasse. Die Wiege der „Knabstrupper“ stand im dänischen Knabstrup, daher wurden die dort gezüchteten charakteristischen Pferde „Knabstrupper“ genannt. Sie gelten als „dänische“ Pferderasse. Quelle Fall IIIn den oben genannten Texten auf der Webseite der IG, in Welsh aktuell und in der neuen Zeitschrift „Reitpony.info“ , findet sich u. a. die Formulierung: |
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„Die Weltmeisterin im Zweispännigfahren Miranda Cadwell aus den USA hatte einen palominofarbenen Welsh-B-Wallach und einen deutschen Reitpony-Schimmelwallach angespannt.“ |
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Tatsache ist, dass diese Feststellung nur für die Anspannungen in der Dressur und im Kegelfahren gilt. Miranda Cadwell hat in der Marathonfahrt die Anspannung Palomino Welsh-B/Palomino Welsh-B gefahren. Die USA-Fahrerin hatte zur Teilnahme an der WM drei Ponys gemeldet (2 Welsh-B-Palominos, 1 German Riding Pony/Schimmel).
Vgl. dazu die Fotos zu den Berichten „WM in Dänemark“ in der Fotosammlung auf www.welsh-pony.de Alle drei Veröffentlichungen sind jeweils mit einem identischen Foto von Jan de Boer und seinem Viererzug abgedruckt. Das Foto stammt von Theo ten Brinke, einem bekannten holländischen Welsh-Fotograf. Theo ten Brinke habe ich auf der Pony-WM 2007 in Dänemark nicht getroffen. Das veröffentlichte Foto ist nicht bei der WM in Dänemark aufgenommen worden. Siehe auf www.welsh-pony.de fünf Fotos von Jan de Boer in der Dressur und sechs im Kegelfahren bei der Pony-WM 2007 in Dänemark.
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Fall III |
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In der letzten Ausgabe des Pferdemarkts findet sich ein Bericht über die Bundesschau der IG Welsh in Ostbevern 2007, ohne Namen des Autors, siehe Pferdemarkt, Ausg. Nov./Dez. 2007, S.57. Dem Bericht sind 3 Fotos beigegeben, ebenfalls ohne Namen des Fotografen. Die Urheberschaft von zwei Fotos ist geklärt. Eins (Siegerin des Kinderpony-Championats) findet sich mit Nennung der Fotografin in dem Bericht „31.Bundesschau der IG Welsh“, in Welsh aktuell, Sept. 2007, S.19, ein anderes (Bundesgesamtsieger) in dem Bericht über die Welsh-Bundesschau in Kleinpferde , Ausg. Okt./Nov. 2007, S.53. Auch das dritte Foto mit der Siegerin im Freizeitreiter-Championat kann nach m. A. getrost dieser Urheberin zugerechnet werden. Im Pferdemarkt lautet die Bildunterschrift unter dem Foto des „Bundesgesamtsiegers“: |
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Bundesgesamtsieger beim Welsh-Championat: der 13-jährige Welsh-Cob-Hengst Deroks Mister Milten von Hondrsrug Flamingo/Pendock Plato. |
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Diese Bildunterschrift enthält drei(!) Fehlinformationen: |
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„Den begehrten Titel des Bundesgesamtsiegers erhielt der 13-jährige Welsh-Cob-Hengst Deroks Mister Milten von Hondrsrug Flamingo/Pendock Plato.“ |
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Bekanntlich handelt es sich bei den an dieser Stelle fälschlich genannten Vatertieren um zwei Welsh-B-Hengste, die unmöglich als Vatertiere im Pedigree des Welsh-Cob-Hengstes Deroks Mister Milten auftauchen können. Deroks Mister Milten stammt von Menai Sparkling Magic(D), seine Mutter ist Deroks Welsh Model(D), geb.1996, von Thorneyside Spring Magic(D), geb.1989. Im Pedigree des Welsh-Cob-Hengstes ist kein Welsh-B-Blut zu finden. Siehe Infos zu diesem Hengst in dem Bericht „Deroks Mister Milten“ auf www.welsh-pony.de aus dem Jahr 2006. |
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Allerdings findet sich im Pedigree der Welsh-B-Stute Hoekhorst Nathalie of Rose, geb.1993, der Tagessiegerin der Welsh-Bundesschau von 2006, als Vater der Welsh-B-Hengst Hondsrug Flamingo, geb.1986, und als Vater ihrer Mutter Home T Ranch Nonna der Welsh-B-Hengst Pendock Plato, geb.1980. |
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Wer hat da was zusammengeworfen, das nicht zusammengehört? Selbst auf der letzten Vorstands- und Beiratssitzung in Alsfeld konnte der Autor dieses Berichtes nicht benannt werden. Wer zeichnet für Pressemitteilungen der IG Welsh verantwortlich? |
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Mehr Sorgfalt bei der Recherche |
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Im Protokoll der Delegiertenversammlung von 2006 ist nachzulesen: „Herr Prof. Bauer bittet darum, zukünftig für das Jahrbuch eingesandte Artikel sorgfältiger zu recherchieren, da ...im Jahrbuch 2005 einige Unkorrektheiten vorhanden sind“, Welsh aktuell, Ausgabe Juni 2006, 11.Jhg., S.13.“ Diese Forderung „nach mehr Sorgfalt bei der Recherche“ gilt in gleicher Weise für Pressemitteilungen jedweder Art. Erinnern Sie sich noch an die Story von Criban Victor, der unbekümmert und heiter „ohne Cob-Blut“(!) 2002 durch unser Welsh-Jahrbuch trabte? |
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„Die Geburt von Criban Victor bietet den Züchtern der Sektion B einen wertvollen Outcross, denn sein Pedigree war frei von Cob-Blut“, Welsh-Jahrbuch 2002, S.114, 3.Sp. . |
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Als Reaktion auf diese unglaubliche Erkenntnis erhielten wir aus Wales im März 2002 folgende e-mail (Auszug): |
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„…Everyone knows Criban Victor had cob breeding…I can never understand why people take it upon themselves to write on a subject about which they know nothing.“ |
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Hier findet das schon geflügelte Wort echte Grenzen: |
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